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Unser Recht auf Selbstbestimmung

von Winfried Knieps

Aus Richtung der Landschaftsverbände wird gegen die Idee der Ruhrstadt permanent geschossen. Siehe Kommentareinträge  in diesem und andern Ruhr-Blogs unter Namen wie "Andre Hinsbeck". Leider zeigt sich: Eine Diskussion mit diesen Herren ist  zwecklos. Zumal der Herr bzw. diese Herren gar nicht auf den Kern meiner Argumentation eingehen. Keiner wollte meine Beispiele bzw. Belege hören, warum die  Grenze zwischen den Landschaftsverbänden  echte Nachteile für die Bürger auf beiden Seiten bringt (Bauverzögerung  der U17, Beantragung von Zuschüssen in der kath. Laurentius Gemeinde mit Filialkirche St.Marien in Karnap bei 2 Landschaftsverbänden, weiterführende Schulen in Essen werden nicht erwähnt, obwohl so nahe, jahrelange Bauverzögerung der Mühlenemscher und damit unerträgliche Geruchsbelästigung durch Teeröle, usw.).  Aber genau für diese Bürger wollen diese Herren doch das Sprachrohr sein.  LOL!

Es wird immer behauptet, die Ruhrstadt wäre ein bürgerferner Moloch. Noch bürgerferner als der jetzige Zustand kann man ja wohl kaum sein. Ich sehe eher das Gegenteil kommen. In einer Ruhrstadt könnten die einzelnen „alten Dörfer“ wie Wanne, Castrop, Ückendorf, Dorstfeld, Meiderich usw. wieder an Bedeutung gewinnen. Etwas Ähnliches ist in Berlin zu beobachten (Wedding, Kreuzberg, Köpenick usw.). Außerdem hat es ja auch Fortschritte in der Kommunikationstechnologie gegeben. In Zukunft muss die Verwaltung nicht mehr in jedem Örtchen ein Büro haben. Denn Nachrichten werden mittlerweile per Internet verschickt, nicht mit der Postkutsche. Es gibt also eine Menge Chancen, die man in einer Ruhrstadt nutzen könnte. So könnte ich noch eine Stunde weiterschreiben, um Beispiele zu nennen, was man in einer Ruhrstadt besser machen könnte.  Aber ein ganz wichtiger Grund wurde noch gar nicht erwähnt:

Wir haben es einfach verdient, unsere Geschicke selbst zu bestimmen. Es ist schon wirklich ehrabschneidend,  für wie dumm man uns hält, dass man uns dies nicht zutraut. Im Ruhrgebiet wurde nach dem 2. Weltkrieg im erheblichen Maße der Wohlstand für ganz Deutschland erarbeitet. Auf wichtige Infrastrukturmaßnahmen für das Ruhrgebiet wurde von uns zu Gunsten der nationalen Aufgabe Olympia 1972 in München verzichtet. Und wie wurde es uns gedankt? Mit Hohn, Spott und Verachtung. Gutmütigkeit wird offensichtlich mit Dummheit verwechselt.

Deshalb diskutiere ich nicht mehr mit diesen Herren. Ich fordere jetzt unser Recht auf Selbstbestimmung ein. Denn noch so viele gute und vernünftige Argumente werden sie nicht dazu verleiten, uns dies von sich aus zu zugestehen. Es lebt sich ja auch so gut mit unserem Geld.

Und was passiert jetzt nach Unterzeichnung des rot-grünen-Koalitionsvertrages? Die Herren jubilieren, da die Ruhrstadt darin nicht erwähnt wird. Auch sehen sie eine von der Vorgängerregierung für 2012 anvisierte Verwaltungsreform vom Tisch. Ich hoffe, es ist nicht so.

Deshalb finde ich den Einsatz der Bürgerschaftlichen Initiative und des Vereins pro Ruhrgebiet für die Ruhrstadt so wichtig. Machen Sie weiter, damit unser Anliegen auf der Tagesordnung  bleibt! Ich glaube, die schweigende Mehrheit der Bürger ist für eine Ruhrstadt bzw. Selbstverwaltung des Ruhrgebietes. Außerdem können wir  die Sache nicht bis zum St.-Nimmerleinstag verschieben, bis auch der letzte einverstanden ist. Dazu ist der Leidensdruck (Finanzen) in den Städten und Gemeinden des Ruhrgebiets einfach zu hoch.


Kommentare
A.Wissmannwissmann@mcie.de17.07.2010 17:48
Der Separatismus an der Emscher ist der falsche Weg.
Das Abgrenzen, Ausgrenzen der Niederrheiner und Westfalen fürt zu nichts. Jeder hat das Recht auf Selbstbestimmung, auch die Niederrheiner und Westfalen aus den Reviet.

Die Bürgerschaftliche Initiative und Vereins pro Ruhrgebiet werden so nicht zum Ziel kommen. Die Art führt zu einem Grabenkrieg.

Stadtmauern, Fachwerkhäuser, Burgen...... Westfälische Küche, Westfälische Geschichte, das wird doch bewusst Ignoriert, damit das Ruhrgebiet micht mehr Westfalen ist.

So kann keine Diskussion zu stande kommen.
AlfNBahn@EFMH.dehttp://www.alte-dreherei.de/16.07.2010 11:01
Herr Knieps

Nach den Plänen von Pro.Ruhrgebiet wird aus 53 Städten und Gemeinden des Regionalverbandes Ruhr eine Ruhrstadt.

Eine der Zielformulierung in den Plänen der Ruhrstadt. ist, das Gelsenkirchen-Buer nicht mehr der Stadt Gelsenkirchen angehöert.
Aus Buer wird der Stadtteil Ruhr – Stadt Buer. Aus Wattenscheid wird Ruhr – Stadt Wattenscheid. Aus Gelsenkirchen, Bochum werden kleinere Stadtteil.

Ähnliches passiert mit den Kreisen. Sie werden nach den Plänen der Ruhrstadt aufgelöst und aus der Gemeine Alpen wird Ruhr - Alpen.

Für mich ist das fragwürdig, verworren, diffus.

Pro.Ruhrgebiet pocht auf das Recht der Selbstbestimmung und presst den halben Niederrhein zwangsweise in die Ruhrstadt.

Für mich ist daher die Ruhrstadt illusorisch. Satt dessen sollte im Ruhrgebiet Projekte, wie das gemeinnützigen Projekt Alte Dreherei , besser unterstützt werden.

Van de DagJuergen.Vandedag@gmx.de15.07.2010 18:35
@ Winfried Knieps

Jeder hat des Recht auf Selbstbestimmung!
Wir Niederrhaeiner auch.

Alpen, Xanten, Schermbeck, Wesel, Neukirchen-Vluyn,, das ist nicht Ruhrpott, das ist der Niederrhein.

Die Bürgerschaftlichen Initiative und des Vereins pro Ruhrgebiet haben sich noch keine Gedanken über die Grenzen der Ruhrstadt gemacht. Es ist Zeit, dieses zu Tun.

Die Teilung des Niederrheins ist zu verhindern.
TersteegenHelge.Tersteegen@gmx.de15.07.2010 11:46
Winfried Knieps
Jeder hat des Recht auf Selbstbestimmung!
Wir Niederrhaeiner auch.
Winfried Knieps, sie schreiben von Wanne, Castrop, Ückendorf, Dorstfeld. Warum schreiben sie nicht von Moers, Rheinberg, Alpen, Xanten.


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