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Zwei Parties ... mit so unterschiedlichem Ausgang!

von Hans-Jürgen Kokot

 

 
Am vorletzten Sonntag fand die große Party auf dem Ruhrschnellweg statt.
3,0 Mio. Menschen waren unterwegs!
Zu Fuß und mit allem, was einen motorfreien Antrieb hatte. Viel Fun und beste Laune. Über 60 Zugänge und Ausfahrten. Nirgendwo Panik und Todesangst. Freie Bewegung für freie RuhrStadt-Bürger, die es schon sind oder noch werden wollen. Eine störungsfreie und reibungslose Organisation von Duisburg bis Dortmund. RuhrStadt war sich einig ... wenigstens zu diesem Anlass.
 
Eine Woche später! Die Love-Parade in RuhrStadt Duisburg.
Wohl gemerkt: nicht in RuhrStadt!
Jeder Kirchturm im Ruhrgebiet will seine eigene Love-Parade!
Erst Essen ... dann Dortmund ... dann Bochum! Abgesagt und ausgefallen! Dem großen Event organisatorisch und sicherheitstechnisch nicht gewachsen! Wie wir heute wissen: eine weise Entscheidung.
So weise und voraussehend waren die Verantwortlichen und Organisatoren von RuhrStadt Duisburg nicht! Man wollte die Love-Parade ... auch aus Imagegründen. Nun hatte man sie: 19 Tote, 350 Verletzte, teilweise schwer.
 
Was lernen wir daraus?
Eine RuhrStadt-Gemeinde mit 400.000 Einwohnern kann eine Groß-Veranstaltung mit erwarteten 1,5 Mio. Teilnehmern organisatorisch und sicherheitstechnisch nicht stemmen. Jedenfalls nicht so!
Es gab viele, die haben das Unglück kommen sehen.
Ich trauere wegen der Toten und Verletzten.
 
Die Frage nach Verantwortung und Schuld möchte ich hier und heute nicht stellen. Das überlasse ich den Politikern. Die Antwort weiß ich schon: Es waren alle anderen ... aber nicht die Politiker selbst! Und auch nicht die Stadtverwaltung!
 
Zum Schluss noch eine Anregung: Lassen Sie uns nicht von einem Extrem ins andere verfallen und die Love-Parade opfern. Das ist nicht im Sinne der Toten und Verletzten. Lassen Sie uns ab sofort die Love-Parade feiern ... in RuhrStadt. Auf großzügigen Flächen mit weiten Zu- und Ausfahrten und vielen Fluchtwegen. Eine Metropole kann das: 5.300 km² mit 5,3 Mio. toleranten Menschen.
Die Kirchtürme müssen weg.
Die Metropole muss her.
 
Wenn ich zynisch wäre, würde ich sagen: Mit RuhrStadt wäre das nicht passiert!
 
 


Kommentare
Quixy03.08.2010 00:59
WAZ hack auf Sauerland herum, als wäre er allein verantwortlich. Das ist von der Waz schlimmere Boulevarmanier als die Bildzeitung. Dass man unter Schock Dinge sagt und macht, das sollten aufgeklärte Journakisten aber wissen. es ist eine mediale Hetzjagd, ohne Rücksicht auf Familienmitglieder. Das finde ich schäbig!
RohrpottlerRohrpottler@web.de02.08.2010 18:55
Die Ruhrstadt darf nicht länfer unterdrückt werden. Die Ruhrstadt ist schon die größte Stadt Deutschlands. Wie müsse an die macht. Jahunderte wurden wir von frenden bestimmt. Jahunderte wurden wir geteilt. Jetzt muss es anders werden. Es darf keune Grenzen im Pott geben. Die Tote dürfen nicht umsonst gestorben sein. Rheinland und Westflahlen, die se Teilun muss für alle zeiten vorbei sein.

Die Ruhrstadt muss auch ein neues Verwaltunhszentrum gekonnen, mit breiten Stravßen, wo eine Loveparade abgehalten werden kann.
Am besten in Herne.

Pro.Ruhrgebiet muss eine Partei werden. Mit der mehrheit der Ruhrpotter ist es dann zu schaffer.

Die Oberbürgermeiter, die restlichen Verwaltungen können abgeschaft werden. Mit den einsparungen ist das alle sz schaffen.
Frederickblaupott@yahoo.de31.07.2010 16:52
Im Deutschen sind die Pluralformen der ursprünglich aus dem Englischen kommenden Substantive mit Endungen auf 'y' mit 'ys' zu schrieben: es heißt also korrekt "Partys", "Babys" und "Hobbys" in der deutschen Schreibweise. ;o)
Karolakarolaschramm@hetnet.nlkeine30.07.2010 19:47
Warum eigentlich dieses ganze Theater um Ruhrstadt. Werden dadurch mehr Arbeitsplaetze geschaffen, die kaputten Strassen und Haeuser saniert ? Wer verdient eigentlich an dieser monstroesen, kranken Idee, aus dem Ruhrgebiet eine Ruhrstadt zu machen. Dortmund ist Dortmund und Dorstfeld, dass muessten alle wissen, gehoert zu Do-Dorstfeld. Warum soll da eigentlich keine kleine Gemeindestation sein fuer die Leute, die gehbehindert und sonst nicht gut zu Fuss sind oder nicht in die "Hauptstadt" kommen koennen.
Leute, es geht um Geld und aus dem Ruhrgebiet eine Ruhrstadt zu machen sind bloedsinnige Gedanken von Politikern und Marketingmanagern, die sich ein Denkmal bauen wollen. Ja, frueher hat man das mit Kirchtuermen gemacht, heute mit der Ruhrstadt. Wo ist der Unterschied ??? Oder nehmen die Herren evtl. auch Damen mal heimlich so eine Nase voll.....
Werner P28.07.2010 22:20
werden alle Flüge abgesagt, wenn es eine Katastrophe mit einem Flugzeug gibt?
Stellt die Bahn ihren Fahrbetrieb ein, weil es eine Katastrophe gab?
...
Verantwortliche sollten sachlich darüber nachdenken, welcher der richtige Weg ist.

Ein sehr trauriges Geschehen, für das mir die Worte fehlen. Eine Katastrophe, bei der wir die Verantwortlichkeiten nicht aus der Ferne erkennen können.
Max M.max@moritz.comhttp://www.moritz.com/28.07.2010 10:55
Sie könnten doch allen 5,3 Mio. Einwohnern sagen, sie müssen zur gleichen Zeit aufs Klo gehen, dann hätten wir die größte Scheißparty der Welt, hier im Ruhrgebiet, pardon: in RuhrStadt.
Stephanpillepalle@gmx.de28.07.2010 08:29
Dieses Ruhr-Stadt Gequatsche geht mir sowas von auf den Geist, das man nur hoffen kann, das es alleine schon aus Gründen der Penetranz wieder unter dem Stein verbuddellt wird, unter dem man es hervorgezogen hat. Ekelhaft!

Und das sage ich als 40 jähriger Ruhri, der hier gerne lebt und arbeitet.

Und diesen absurden Kommentar zur Love Parade kann man getrost in dieselbe peinliche Ecke stellen wie den von Eva Herman.
Inhaltlich völlig unterschiedlich, faktisch leider genauso wirr und unüberlegt!
ToNitrav@online.de27.07.2010 20:36
Beim wohl größten Musik-Event der Vergangenheit, Woodstock 1969, wurden auch die Zäune niedergetrampelt! Doch die Veranstalter (und die Ordnungskräfte) waren so weise, sich den Massen nicht entgegen zu stellen.
Dabei ging es in Woodstock doch tatsächlich noch um nicht unerheblichen Eintrittspreis!

Hier in DU ging es nur darum, da die Fläche nur für geschätzte 300.000 Leute gedacht war, den ganzen Rest außenvor zu halten, um den Auflagen der Behörden zu entsprechen!

Wie kann man nur in allen Medien für ein Projekt Werbung machen und dann versuchen, den Andrang einfach abzuwehren?

Woodstock war eine rundum frei zugängliche Kuhweide. DU war nicht mehr als ein rundum gesichertes Gefängnis!

Zumindest, wurde es zu einem Zookäfig mit übergittertem Zugang für die Löwen gemacht.

Tolle Vorbereitung eines sehr tollen Ereignisses!

Gruß ToNi

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