„Wir gründen Deutschlands grösste Stadt“
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Bochum - 18.03.10Am 18. März 2010 um 14.30 Uhr wurde die RuhrStadt Fahne für die Stadt Bochum, Bürgermeisterin Frau Gabriela Schäfer am Rathaus durch Flaggenpate Fritz-Klaus Lange, Geschäftsführender Gesellschafter RGM Gebäudemanagement GmbH, überreicht. Bei bestem Wetter und in exzellenter Stimmung hatten sich rund 20 erklärte Ruhrstädter und etwa halb so viele Medienverteter vor dem Bochumer Rathaus eingefunden. Punkt 14.30 Uhr wurde die Fahne mit dem Logo und der Aufschrift Ruhr Stadt Bochum enthüllt. Bürgermeisterin Schäfer bedankte sich seitens der Stadt Bochum für das Geschenk und versprach, die Fahne so bald wie möglich "gut sichtbar" hissen zu lassen. Die CDU-Fraktion im Bochumer Rat hat bereits den Antrag gestellt, die Stadt Bochum möge sich künftig Ruhrstadt Bochum nennen (siehe Blogeintrag). Die Sprecher der Initiative und Bürgermeisterin Schäfer drückten die Hoffnung aus, dass es dazu einen möglichst einstimmigen Ratsbeschluss geben werde. |
Gelsenkirchen - 22.03.10Auch die Fahne der Ruhrstadt Gelsenkirchen hat ihr Zwischenziel erreicht. Fahnensponsor Peter Krämer, begleitet von einer kleinen Delegation der RuhrStadt-Initiative, übergab das ein mal vier Meter große Tuch am Montag, 22. März 2010, um Punkt 11.55 Uhr im Saal Cottbus des Bueraner Rathauses an Bürgermeister Klaus Hermandung. Klaus Hermandung verwies darauf, dass in Gelsenkirchen die RuhrStadt-Idee bereits in kleinerem Maßstab umgesetzt sei - schließlich setze sich auch Gelsenkirchen aus einer Mehrzahl selbstbewusster, lebendiger Kommunen zusammen. Der Bürgermeister versprach, die Fahne werde bald gehisst werden. Während des Umbaus des Hans-Sachs-Hauses beherbergt das Bueraner Rathaus die Spitzenbeamten und Bürgermeisterbüros. (uk) |
DortmundDas Foto zeigt eine Phalanx aus - überwiegend Dortmunder - Ruhrstädtern beim Versuch, der Stadt Dortmund ein Geschenk zu machen. Im Rathaus hatte man a) nach längerem Nachdenken keine Zeit, die Fahne entgegenzunehmen, b) die Sorge, ein Bekenntnis zur RuhrStadt können dem Dortmunder Engagement für die Metropole Ruhr widersprechen. Wahrscheinlich aber war die Dortmunder Rat- udn Entschlusslosigkeit schlicht der Tatsache geschuldet, dass die Stadt ihren Oberbürgermeister am 9. Mai ein zweites Mal wählen muss. Zur Zeit ist die größte Stadt des Reviers eben etwas kopflos. Auf dem Friedensplatz vor dem Rathaus entspannen sich angeregte Gespräche, mit Reportern und untereinander. Die anwesenden Dortmunder hofften, ihre Stadt werde sich blad darüber klar, welche Rolle sie im Konzert der Ruhr-Städte spielen will. Sie meinten, es müsse eine führende sein. Die Flagge nahm stellvertretend für seine Stadt Marco Lachmann entgegen. Er will sie vorerst an seinem Büro am Westfalendam hissen (gleich gegenüber den Westfalenhallen). Nach dem 9. Mai wird ein zweiter Versuch gestartet werden, die Stadt Dortmund zu beschenken. |
Herne - 09.04.10Hernes Bürgermeisterin Birgit Klemczak (SPD) bedankte sich für "dieses schöne Geschenk" und wünschte der Bürgerschaftlichen Initiative viel und baldigen Erfolg auf dem Weg zur Ruhrstadt. Am Freitag, 9. April 2010 um 5 vor 12 übergab Uwe Knüpfer im Namen des Flaggenspenders Roland Kirchhof das vier mal ein Meter große Textilstück mit dem Aufdruck Ruhr Stadt Herne der Bürgermeisterin zu treuen Händen. Zuvor hatte man sich auf den Stufen zum Rathaus zum Gruppenbild mit Fahne versammelt, zwischen dem quirligen Leben des pittoresken Herner Wochenmarktes und Hochzeitsgesellschaften, die aus dem Standesamt kamen. Frau Klemczak versprach, gemeinsam mit OB Horst Schiereck nach dessen Rückkehr aus dem Osterurlaub einen geeigneten Fahnenmast zu suchen - und lud die rund dreißig erschienenen Bürger und Pressevertreter zu einem Kaffee ins Rathaus ein. Mit dabei: eine stattliche Delegation des SPD-Ortsvereins Herne-Holthausen-Börnig mit dem Vorsitzenden Jörg Högemeier an der Spitze. Auch die Grünen und die FDP waren vertreten. Uwe Knüpfer begrüßte also die "Herner Ampelkoalition für die RuhrStadt." Hans Jürgen Kokot machte beim Kaffee darauf aufmerksam, dass der Herner Tischtennisclub TTC RuhrStadt Herne nach seiner Umbenennung vor zwei Jahren jetzt den Aufstieg in die Erstklassigkeit geschafft hat, in die Tischtennis-Bundesliga. Dieses Beispiel zeige, dass sich großstädtisches Denken lohnt - gerade auch für engagierte und gut geführte Sportvereine. TTC-Marketingleiter Arthur Schremp war dabei und vernahm es gern. Dieter Maaß, ehemaliger Herner Bundestagsabgeordneter (SPD), erinnerte daran, dass die Gründung einer Art Ruhrstadt schon vor vierzig Jahren geplant war, aber zur Gemeindereform mit Städtefusionen verkam. Der Widerstand der Beharrungskräfte sei damals zu groß gewesen - und er sei auch heute nicht zu unterschätzen. Umso wichtiger sei es, stimmte Uwe Knüpfer dem zu, möglichst viele Bürger und möglichst alle Städte hinter der Forderung nach einem Ruhrstadt-Gesetz zu vereinen. Bürgermeisterin Klemczak sagte, sie sei stolz, dass sich Herne mit der frühen Fahnenübergabe mit an die Spitze der Bewegung habe setzen können. (pf) |
Essen - 13.04.10Am Dienstag, dem 13.04.2010 um 11.55 Uhr, wurde am Essener Rathaus die Fahne mit dem Logo der RuhrStadt, ergänzt um den Namen der Stadt Essen dem 1. Bürgermeister Rudolf Jelinek übergeben. Überreicht wurde die Fahne durch den Stifter dieses Exemplars, Herrn Patrick Schäfer ebenfalls Bürger der RuhrStadt Essen. |
Castrop-Rauxel - 23.04.10Freitag, 23. April 2010: Um Punkt 5 vor 12 - und wieder bei strahlendem Sonnenschein - nahm Gerhard Hölter (CDU), stellvertretender Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel, die Flagge mit der Aufschrift Ruhr Stadt Castrop-Rauxel entgegen - "im Namen aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, insbesondere aller Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Kulturhauptstadt Ruhr2010 engagieren:" Gerhard Hölter versicherte, die Fahne werde in Castrop baldigst gehisst werden. Er wies darauf hin, dass seine Kommune sich ja Europastadt nenne und als solche einem kooperativen Denken verpflichtet sei. Flaggenpate war diesmal Nils Kruse, selbst einst Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel. Auf Fragen der Presse erklärte er, die Initiative RuhrStadt von Anbeginn unterstützt zu haben: "Ich hoffe, dass Castrop-Rauxel jetzt schnell und aktiv die Chance ergreift, die sich mit der Schaffung der RuhrStadt bietet und nicht länger auf fremde Hilfe wartet." Mit dabei waren neben anderen Jörg Högemeier, der Vorsitzende des an der Grenze zu Castrop gelegenen SPD-Ortsvereins Herne-Holthausen-Börnig, und Reginald Hohmeister, Regional-Geschäftsführer des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft - der übrigens an diesem Tag Geburtstag feierte. Wir gratulieren! (pf) |
Mülheim a. d. Ruhr - 27.04.10Die geplante Flaggenübergabe in Mülheim an der Ruhr am 27. April stand unter keinem guten Stern. Schon in normalen Zeiten gleicht die Mülheimer City einer mittelalterlichen Burg, in die schwer einzudringen ist. Einbahnstraßen und Baustellen sorgen dafür, dass Ortsunkundige die Umgebung der Innenstadt gründlich kennenlernen, bevor sie ihr Ziel erreichen. Zur Zeit residiert Oberbürgermeisrerin Dagmar Mühlenfeld (SPD) zudem nicht dort, wo man sie erwarten könnte: im Rathaus. Sondern in einem Thyssen-Krupp-Verwaltungsgebäude in der Nähe des Wasserbahnhofs, an einer - natürlich - Einbahnstraße. So war es gut Fünf vor Zwölf, bis die Delegation der Bürgerschaftlichen Initiative und des Vereins pro Ruhrgebiet ihr Ziel erreicht hatte. Dort wartete bereits Flaggenpate Rüdiger Wolf, unterstützt von einer ortskundigen Gruppe des BVMW. Wer fehlte, war die Oberbürgermeisterin. Auch ein Bürgermeister war nicht zu sehen. Stattdessen sollte und wollte der Pressesprecher der Stadt die Fahne entgegennehmen- ohne freilich zusichern zu können, dass sie auch gehisst wird. Unter diesen Umständen wollte Rüdiger Wolf die Fahne nicht aus den Händen geben: "Es wäre zu schade, wenn sie irgendwo verschwünde." Er zeigte sich "als überzeugter Ruhrgebietler enttäuscht von meiner Stadt." Die Delegation überreichte stattdessen die Denkschrift Ruhr - mit der Bitte, sie an Frau Oberbürgermeisterin weiterzugeben - und nicht ohne darauf hinzuweisen, dass die RuhrStadt-Fahne dem Zweck dient, die gemeinsame Identität aller Ruhrstädte unter der "Marke Ruhr" zu fördern, ganz im Sinne der Kulturhauptstadt 2010, der Metropole Ruhr Wirtschaftsförderung und des Regionalverbandes Ruhr; Initiativen, die der Stadt Mülheim nicht fremd sind. Offenbar war es nicht gelungen, dies im Vorfeld der geplanten Fahnenübergabe ins Mülheimer Ausweich-Rathaus erfolgreich zu kommunizieren. Wir bemühen uns um die Verabredung eines neuen Termins in Mülheim an der Ruhr - diesmal mit der Oberbürgermeisterin. Weiteres demnächst. (pF) |
Oberhausen - 04.05.10Sehr geehrte Damen und Herren, die Bürgerschaftliche Initiative RuhrStadt schenkt jeder Ruhr-Kommune eine RuhrStadt-Flagge im Format 4x1 m. Die Flagge zeigt das Logo der RuhrStadt und den Schriftzug Ruhr Stadt Oberhausen. Oberhausen steht für den jeweiligen Städtenamen, also Alpen, Dorsten, Wetter usw. Verbunden haben wir das Geschenk mit der Aufforderung, in den kommunalen Gremien zu beschließen, offiziell den Titel RuhrStadt Oberhausen zu führen und so einen Beitrag zur Entwicklung einer Corporate Identity des Ruhrgebiets zu leisten. Aus einigen Städten erhielten wir den Hinweis, man berate noch. In den meisten herrscht Funkstille. Um die innerstädtischen Beratungen zu beleben, werden wir jetzt die ersten Flaggen überbringen. Wir werden die jeweiligen Rathäuser aufsuchen und die Flagge dem Oberbürgermeister, Bürgermeister oder Landrat zu übergeben versuchen. Natürlich in Begleitung der Presse und eines Filmteams. Und natürlich laden wir alle RuhrStadt-Bürgerinnen und -Bürger ein, dabei zu sein. Der Termin für Oberhausen ist am Dienstag, 04. Mai 2010, 11.55 Uhr Rathaus Oberhausen Warum 11.55 Uhr? Weil es für das Ruhrgebiet fünf vor zwölf ist. Entweder wir setzen jetzt auf Gemeinsamkeit, den Ausbau des Nahverkehrs und Schaffung der bildungs- und wirtschaftsfreundlichsten Metropole Europas - auf die Schaffung der RuhrStadt - , oder wir werden uns mit dem Niedergang abfinden müssen. Jede Fahne ist von einem RuhrStadt-Bürger gespendet worden. Die Fahnenspender werden bei der Übergabe zugegen sein. |
Sprockhövel - 06.05.10In der alten Industriestadt Sprockhövel nahm am Dienstag, 6. Mai, pünktlich um fünf vor zwölf Bürgermeister Klaus Walterscheid die Fahne mit dem Druck RuhrStadt Sprockhövel entgegen. Spender waren Franz Frerich vom Bundesverband mittelständischer Wirtschaft, die Sparkasse Sprockhövel Udo André Schäfer und die Firma Wesero. Eine Spende aus verschiedenen Händen für eine gemeinsame RuhrStadt Sprockhövel. Hier entstanden die ersten großen Industriebetriebe des Ruhrgebiets. Heute agieren in Sprockhövel Global Players. „Doch wenn die Unternehmen sagen sie sitzen in Sprockhövel, dann fragen die Geschäftspartner: ‚Wo ist das? Bei Düsseldorf?‘“ Franz Frerich weiß wovon er spricht. Er ist der Regionalgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW). Deshalb gibt er Bürgermeister Klaus Walterscheid bei der Fahnenübergabe einen Wink. „Das muss sich ändern, wir brauchen die Ruhrstadt. Dann kann die Stadt nach außen tragen, wir sind RuhrStadt Sprockhövel und Unternehmen können sagen wir arbeiten in der RuhrStadt.“ Klaus Walterscheid freute sich über das Fahnengeschenk, als Bürgermeister einer kleineren RuhrStadt gab er aber zu bedenken, dass „wir oft als Grüngürtel von Essen gesehen werden. Gerade in Ballungsrandzonen wie unserer ist man doch noch skeptisch.“ Doch das wusste Uwe Knüpfer zu beantworten, denn es bedarf keines zentralen Rathauses und es geht auch nicht um eine Eingemeindung nach Essen. Vielmehr müssen wir die jeweiligen Stärken der einzelnen RuhrStädte stärken und zusammen arbeiten, anstatt immer nur neidisch auf die Nachbarstadt zu schielen.“ Quintessenz der Fahnenübergabe war, dass besonders die kleineren RuhrStädte nicht unter dem gemeinsamen Titel RuhrStadt und den damit verbundenen Verwaltungsänderungen leiden dürfen. Doch dafür gäbe es in Europa schließlich genügend Vorbilder, stellte Knüpfer weiter fest, wie beispielsweise in Belgien. Doch dazu gehöre eben eine Erneuerung der Strukturen. Darüber müsste bei der Gründung einer gemeinsamen RuhrStadt diskutiert werden. Dann könnten besonders die ländlicheren Regionen davon profitieren. So auch vom Plan 10 10 60 für den ÖPNV. Denn von Sprockhövel kommt man nicht so ‚mal eben‘ nach Essen, Recklinghausen oder Dorsten. Das unterstrich auch Bürgermeister Walterscheid: „Der ÖPNV ist wichtig für unsere Region und müsste ausgebaut werden.“ Und so wich auch bei Walterscheid die anfängliche Skepsis dem Projekt gegenüber. |
Hattingen - 06.05.10 14.30 UhrHattingens Bürgermeisterin Dagmar Goch (SPD) will die Ruhrstadt-Fahne nicht. „Ich fühle mich nicht autorisiert, dieses Geschenk anzunehmen,“ hatte sie am Vortag der geplanten Fahnenübergabe am 6. Mai erklärt. Jens Willeke, einer der Spender der Fahne mit dem Schriftzug Ruhr Stadt Hattingen, zeigte sich enttäuscht und erklärte, er sei sich sicher, „dass die Meinung von Frau Goch nicht repräsentativ für die übrigen Bewohner von Hattingen steht.“ Trotz der kurzfristigen Absage des zuvor einvernehmlich verabredeten Termins trafen sich die Fahnenspender und Sprecher der Bürgerschaftlichen Initiative heute am Hattinger Rathaus und entrollten die vier mal ein Meter große Fahne (siehe Foto). Neben dem Schriftzug der Stadt zeigt die Fahne auf weißem Grund ein Logo, das sich in Gestaltung und Farbwahl an die Logos der Kulturhauptstadt Ruhr2010 und des Initiativkreises Ruhr anlehnt. Die Bürgerschaftliche Initiative will mit der Aktion „Wir zeigen Flagge für die RuhrStadt“ alle Ruhr-Kommunen dazu ermuntern, sich eine „Corporate Identity“ als Stadt der Städte zu geben – über das Kulturhauptstadtjahr hinaus. Uwe Knüpfer stellte für die Initiative klar: „Wir wollen keine Eingemeindungen, sondern blühende Städte unter dem gemeinsamen Dach der RuhrStadt – mit einem direkt gewählten Ersten Bürgermeister und einem direkt gewählten Ruhrparlament. Darüber hätten wir in Hattingen und mit Hattingern gerne diskutiert.“ Jede Fahne wird von Bürgern finanziert, die, wie die Hattinger Jens Willeke, Bernhard Schmolke, Franz H. Frerich und Bernd Brunke, Vorteile darin sähen, wenn sich ihre Stadt als Teil der „größten Stadt Deutschlands“ darstellen könnte. Frerich: „Nur so werden wir weltweit wahrgenommen.“ Bernhard Schmolke gab der Hoffnung Ausdruck, doch noch mit Bürgermeisterin Goch und den im Rat vertretenen Parteien ins Gespräch zu kommen: "Wir wollen keinen Affront. Wir wollen gerne das Gespräch nochmals suchen und klarmachen, dass wir keine Kompetenzen beschneiden wollen." Franz H. Frerich ergänzte: „Wir haben Frau Goch als aufgeschlossene Frau kennengelernt und hoffen auf einen neuerlichen Termin." Uwe Knüpfer: „Wir kommen gerne wieder – bei besserem Wetter.“ Am Donnerstag goss es in Strömen. Jens Willeke nahm die Fahne einstweilen in Verwahrung. (pf) |
Waltrop - 15.06.10Sehr geehrte Damen und Herren, die Bürgerschaftliche Initiative RuhrStadt schenkt jeder Ruhr-Kommune eine RuhrStadt-Flagge im Format 4x1 m. Die Flagge zeigt das Logo der RuhrStadt und den Schriftzug Ruhr Stadt Waltrop. Waltrop steht für den jeweiligen Städtenamen, also Alpen, Dorsten, Wetter usw. Verbunden haben wir das Geschenk mit der Aufforderung, in den kommunalen Gremien zu beschließen, offiziell den Titel RuhrStadt Waltrop zu führen und so einen Beitrag zur Entwicklung einer Corporate Identity des Ruhrgebiets zu leisten. Aus einigen Städten erhielten wir den Hinweis, man berate noch. In den meisten herrscht Funkstille. Um die innerstädtischen Beratungen zu beleben, werden wir jetzt die ersten Flaggen überbringen. Wir werden die jeweiligen Rathäuser aufsuchen und die Flagge dem Oberbürgermeister, Bürgermeister oder Landrat zu übergeben versuchen. Natürlich in Begleitung der Presse und eines Filmteams. Und natürlich laden wir alle RuhrStadt-Bürgerinnen und -Bürger ein, dabei zu sein. Der Termin für Waltrop ist am Dienstag, 15. Juni 2010, 11.55 Uhr Rathaus Waltrop Warum 11.55 Uhr? Weil es für das Ruhrgebiet fünf vor zwölf ist. Entweder wir setzen jetzt auf Gemeinsamkeit, den Ausbau des Nahverkehrs und Schaffung der bildungs- und wirtschaftsfreundlichsten Metropole Europas - auf die Schaffung der RuhrStadt - , oder wir werden uns mit dem Niedergang abfinden müssen. Jede Fahne ist von einem RuhrStadt-Bürger gespendet worden. Die Fahnenspender werden bei der Übergabe zugegen sein. |
Bottrop - 20.05.1020. Mai 2010, 11.55 Uhr: Seit heute ist auch die Stadt Bottrop im Besitz der RuhrStadt-Fahne. Roland Kirchhof übergab sie - zusammen mit einem Exemplar der Denkschrift Ruhr - an Amtsleiter Walter Hermann. Ort des Geschehens war, bei strahlendem Sonnenschein, der wunderschöne, 1914-16 gestaltete Bottroper Rathausplatz, benannt nach dem legendären Oberbürgermeister Ernst Wilczok. Roland Kirchhof erläuterte die wesentlichen Ziele der Initiative und betonte, niemand wolle Bottrops Stadtverwaltung aus dem historischen Rathaus vertreiben; die RuhrStadt werde eine Stadt der Städte sein. Walter Hermann wies auf die Schwierigkeiten der Umsetzung eines RuhrStadt-Gesetzes hin. Es gelte schließlich, in diesem Zusammenhang die Aufgaben der Landes-Mittelbehörden neu zu definieren und Finanzströme neu zu kanalisieren: "Das wird nicht leicht." Dem konnte die Gruppe der erschienenen Unterstützer nur zustimmen, sie blieb aber zuversichtlich; nach dem Motto: leicht nicht, aber machbar - und notwendig! Der Spender der Bottroper RuhrStadt-Fahne, Eckart Brockhoff, konnte aus beruflichen Gründen nicht anwesend sein. Norbert Großer aus Dorsten entschloss sich spontan , für die Finanzierung einer RuhrStadt-Fahne auch für seine Heimatstadt zu sorgen. . "Ich habe mich selten bei einem Thema so geborgen gefühlt." Es sei höchste Zeit, dass "wir vom alten Kaputt-Image runter kommen." Das gelinge nur allen Ruhrstädten gemeinsam. Großer: "Wir haben eine Halden-Landschaft, die ist ein Hammer, aber keiner kennt sie." Bei der Übergabe dabei war auch Andrea Swoboda, Fraktionssprecherin von Bündnis 90/ Die Grünen im Bottroper Rat. Sie versprach, den Wunsch der Initiative, die Fahne bald in Bottrop zu hissen und den Schriftzug RuhrStadt Bottrop zu verwenden, im Rat zur Sprache zu bringen. Walter Hermann versicherte mit einem Blick hinauf zu den zwei Fahnenmasten auf den Eckgiebeln des Rathauses, man werde eine geeignete Gelegenheit finden, die Fahne zu hissen: "Wir machen das immer nur anlassbezogen." Die RuhrStadt-Initiative versprach, aus diesem Anlass gerne wieder nach Bottrop zu kommen. (pf) |
Recklinghausen - 27.05.10Um fünf vor zwölf war es am 27. Mai in Recklinghausen so weit. Der stellvertretenden Bürgermeister Jochen Weber nahm die Flagge entgegen und hisste sie sogleich am Mast vor dem Rathaus (siehe Bild unten). „Wir freuen uns über die Ruhrstadt. Die Bevölkerung muss dahinter stehen und das ist eine politische Aufgabe“, sagte Weber. „Alle mal pusten!“, ruft Klaus Tenfelde. Und tatsächlich, die Ruhrstadt Fahne weht. Recklinghausen ist die erste Ruhrstadt mit einer am Fahnenmast wehenden Ruhrstadt-Flagge. Und mit dem ersten Wind schallt gleichzeitig Hochzeitsmusik herüber. Ob das frisch gebackene Ehepaar weiß, dass sie die ersten Eheleute sind die unter der wehenden Ruhrstadt-Fahne aus dem Rathaus kommen? Die anderen Unterstützer vor Ort teilten die Ansicht des stellvertretenden Bürgermeisters. Allen voran Reginald Hohmeister vom Bundesverband mittelständischer Unternehmen (BVMW): „Das Ruhrgebiet muss sich mit anderen Weltmetropolen messen. Da ist es wichtig hier einen Einheitlichen Auftritt zu erreichen.“ Dass dieser Wettbewerb nicht einfach ist, bestätigte auch Klaus Tenfelde und rief dazu auf, „dass die Städte in der Ruhrstadt die Probleme gemeinsam anpacken.“ „Es ist ja auch kein Nachteil für uns Teil der Ruhrstadt zu sein. Im Gegenteil“, entgegnete Jochen Weber aus der Sicht Recklinghausens den zuletzt kritischen Stimmen aus Randbereichen des Ruhrgebiets, und fügte an: „Wir als Kommune werde uns darum bemühen, dass die Ruhrstadt gefördert wird. Klaus Tenfelde freute sich derweil über die gelungene Fahnenübergabe besonders, denn „Recklinghausen liegt am Rande des Ruhrgebiets und setzt trotzdem ein deutliches Zeichen. In der Ruhrstadt geht schließlich niemand verloren. Wir lieben unsere Städte. Wir lieben aber auch unsere Region.“ |
Duisburg - 01.06.10Duisburg, 1. Juni 2010 "Wir sind dabei!" Mit diesem Versprechen nahm Duisburgs Bürgermeister Manfred Osenger (SPD) die Fahne der RuhrStadt Duisburg "im Namen aller Duisburgerinnen und Duisburger" entgegen. Zwar sei es eine "Mammutaufgabe", alle 53 Städte der Ruhr hinter der Forderung nach einem Ruhrstadtgesetz zu vereinen, aber wenn eine "Initialzündung" gebraucht werde, werde Duisburg vorangehen. Denn: "Bei uns fließt nun einmal die Ruhr in den Rhein. Duisburg muss zu dieser Initiative gehören." Osenger berichtete der Delegation der Bürgerschaftlichen Initiative vom großen Erfolg der Aktion Schachtzeichen in der letzten Woche. Auch dabei habe sich Duisburg als "Hafen der Kulturhauptstadt" präsentiert und bewährt. 499 gelbe Luftballons stiegen neben den Schachtzeichen-Ballons in die Höhe. Schul- und Kindergartenkinder seien gemeinsam mit einer Bergmannskapelle durch den Stadtteil Neuenkamp gezogen: ein beeindruckendes Gemeinschaftserlebnis - zumal man wusste, dass Ähnliches zur gleichen Zeit an vielen Stellen des Ruhrgebiets geschah. Zum Zeitpunkt der Übergabe waren alle vier Fahnenmasten vor dem Rathaus mit Duisburger Fahnen "belegt". Ein Grund, wiederzukommen. Osenger: "Ich verspreche, dass die Fahne über Duisburg wehen wird." Vielleicht an der Mündung der Ruhr in den Rhein, bei "Rhein Orange". Die Fahne für Duisburg hatte Eckart Brockhoff gespendet, der leider nicht persönlich bei der Übergabe anwesend sein konnte. Dafür waren, neben Roland Kirchhof, Uwe Knüpfer und Lars Kruse, Jürgen Kämpgen, langjähriges Mitglied des Kulturausschusses beim KVR/RVR,und weitere Duisburger Bürger erschienen. Wilhem Wilms regte an, eine Duisburger Unterstützergruppe zu gründen. Kämpgen: "Ich fühle mich als Ruhrgebietler, aber viele Duisburger sehen sich zunächst als Niederrheiner. Wir müssen für die Idee eines starken Ruhrgebiets kämpfen." Roland Kirchhof erwiderte, man könne mühelos Ruhrstädter und Niederrheiner zugleich sein. Das sei kein Widerspruch. Zum Fototermin mit Bürgermeister und Fahne kamen spontan Schüler der Grundschule Bissingheim dazu, die zuvor mit ihren Lehrerinnen das Rathaus besichtigt hatten. Das neogotische Rathaus übrigens steht exakt an der Stelle, wor vor rund 1100 Jahren aus einer Königspfalz die Stadt "Duisburch" hervorgegangen ist. Damals floss direkt hinter dem Burgplatz noch der Rhein, bevor er seinen Lauf veränderte. (pf) . |

